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Lina Fuchs liebäugelt mit dem Orientalischen Tanz

Schon seit vielen Jahren liebäugelt Lina Fuchs mit dem Orientalischen Tanz. Woher die Faszination kommt, ist ihr schleierhaft. Denn als Tänzerin hat sie bisher noch keine grossen Preise gewonnen, irgendwie kamen ihr dabei immer die Beine in den Weg. Doch beim Orientalischen Tanz könnte alles anders werden. Gül Ucak von Orifit spricht mit so viel Begeisterung über ihre Leidenschaft, dass Lina auch auf der Stelle Lust hat, die Hüften zu schwingen…

Liebe Gül, wer ist «Gül Ucak»?
Gül ist die Kurzform von Gülsen und heisst auf türkisch «Rose». Ich liebe den Orientalischen Tanz. Das Tanzen ist mein Leben und ich tanze leidenschaftlich gerne und mit Hingabe. Der Tanz ist für mich mein Schlüssel zu meiner Seele. Seit 16 Jahren unterrichte ich Orientalischen Tanz in meiner Tanzschule Orifit in Muri.

Du bist türkischstämmig, sprichst Berndeutsch und wohnst im Aargau. Erzählst du uns deine Geschichte?
In den Sechziger Jahren kam mein Vater als Gastarbeiter in die Schweiz. Er hatte zuvor in einer Streichholzfabrik gearbeitet, welche Konkurs ging. In dieser Zeit suchte die Schweiz im Ausland aktiv nach Gastarbeitern und mein Vater wurde sozusagen in die Schweiz «eingeladen». Man ging damals ins Ausland, um sein Bestes zu geben. Mit dem Ersparten wollte man sich irgendwann später die Rückkehr in ein besseres Leben in der Heimat ermöglichen. Ich wurde in den Siebziger Jahre in Bern geboren und kam Anfang zwanzig in den Aargau, wo ich hängen geblieben bin.

Wie bist du zum Tanzen gekommen?
Mit sechs Jahren begann ich mit dem Tanzen. Damals gab’s weder in Bern noch im Aargau die Möglichkeit, den Orientalischen Tanz zu erlernen. So hielt ich mich an türkische Volkstänze. Als ich dann mit der KV-Lehre begann, gab es erste Lehrerinnen in Zürich und ich sparte mein Geld, um diese Kurse zu besuchen. Meine Eltern bestanden darauf, dass ich eine «anständige» Ausbildung abschliessen sollte. Heute arbeite ich Teilzeit auf dem KV und am Abend unterrichte ich in meiner eigenen Tanzschule Orifit. Meine beiden Tätigkeiten ergänzen sich perfekt. Beim Tanzen stehen Intuition und Bauchgefühl im Vordergrund, im KV sind Struktur und Organisationstalent gefragt. 

Welche Rolle spielen die Männer im Orientalischen Tanz?
Orientalischer Tanz ist kein typischer Paartanz, bei dem jedes Geschlecht seine Rolle tanzt. Er ist sowohl für Frauen als auch für Männer tanzbar. Der Frauenanteil ist jedoch deutlich höher. Das hat vielleicht mit den klingenden Hüfttüchern und den bunten Kleidern und dem Schmuck zu tun, welche die Tänzerinnen bei ihren Auftritten tragen. Sich zu schmücken ist etwas sehr Weibliches. Orientalischer Tanz ist eine sehr sinnliche Ausdrucksform und nicht selten kommt durch ihn auch die Seele in Schwingung. Die Tänzerin lebt in ihrer Ausdrucksform ihre Weiblichkeit, ihre Rundlichkeit und ihre Sinnlichkeit. Orientalischer Tanz ist sehr körperbetont und sinnlich, aber ob man eher kurvig, sehr schlank oder kugelrund ist, spielt eigentlich keine Rolle. Durch die Bewegungen des Tanzes kommen Körper und Seele miteinander in Einklang. Dieses Körpergefühl ist für die Zuschauer sichtbar und berührt. Orientalischer Tanz kommt aus der Seele und bewegt die Seele. 

Dennoch macht es auf mich den Eindruck, dass die Frauen bei dieser Tanzform vor allem für die Männer tanzen... Täusche ich mich da? 
Im Osmanischen Reich diente diese Tanzform in erster Linie dazu, den Sultan zu animieren. Die Haremsdamen hatten dem Sultan zu gefallen und zu Diensten zu sein. Heute findet man den Orientalischen Tanz oder eine Ableitung davon auch in der Bar-Szene... Vor allem im Orient wird er als Animiertanz missbraucht. Für die eigenen Frauen schickt sich sowas nicht, dennoch will der Mann es und holt es sich dann auswärts. 
Im Westen begegnet man fremden Kulturen und ihren Traditionen eher mit Neugier und Respekt und der Orientalische Tanz wird als Kunstform gewürdigt. 

Wie bringt man einer zugeknöpften, etwas steifen Freiämterin, die mit ihren Fettpölsterchen und ihrer Orangenhaut hadert, den Orientalischen Tanz bei?
Im Laufe eines Frauenlebens verschliessen sich viele Frauen, um sich zu schützen. In jungen Jahren dient Weiblichkeit ja oft eher dem Umfeld, zum Beispiel den Männern, denen man gefallen will oder muss, oder den Kindern, die man trägt, gebärt und in den ersten Jahren oft sehr nahe am eigenen Körper hat. Für gelebte Weiblichkeit bleibt da meist nicht mehr viel Platz, ausserdem wird sie oft als etwas Provozierendes wahrgenommen. 
Beim Orientalischen Tanz wird häufig eine Entwicklung in Gang gesetzt, welche die weibliche Seele befreit. Man muss sich beim Tanzen im Spiegel ansehen und sich damit auseinandersetzen, wer man ist und wie man seinen Körper wahrnimmt, was einem gefällt und was nicht. Das ist für manche Frauen sehr schwierig, vor allem wenn man mit vermeintlich überflüssigen Pfunden zu kämpfen hat oder die Haut nicht mehr schön prall ist. Wenn sie sich tatsächlich darauf einlassen und dranbleiben, kommen ganz bestimmt auch «zugeknöpfte Freiämterinnen» in Schwung und entdecken vielleicht ein ganz neues Lebensgefühl!

Gibt’s Tanzstile, denen du nichts abgewinnen kannst?
Obwohl mir Ballett zum Schauen immer sehr gefallen hat, wäre es für mich nicht das Richtige gewesen. Die Bewegungen sind zu strukturiert und es hat für mich zu viel mit Drill und technischer Perfektion zu tun. Den Körper an seine Grenzen bringen zu wollen, passt nicht zu mir. Bei mir steht der Ausdruck der Seele im Vordergrund, die Leidenschaft und die Lebensfreude.

Gibt es Interessentinnen, denen du vom Orientalischen Tanz abrätst, da sie dafür nicht begabt sind?
Begabung kommt mit der Hingabe. Das braucht Zeit und Ausdauer. Orientalische Bewegungselemente sind sehr sinnlich und wirken, je mehr Erfahrung eine Tänzerin hat, durchaus auch erotisch. Besonders faszinierend finde ich, dass beim Tanzen das Alter verschwindet. 

Wie kommt Lina Fuchs an Musik für Orientalischen Tanz?
Ein Tipp ist der türkische Musiker TARKAN, der klassische, moderne Musik macht. Für Orientalische Popmusik ist AMR DIAB eine gute Adresse.

Was muss Lina Fuchs anziehen, wenn sie nun tatsächlich zu dir zum Tanzen kommt? Macht man das in Trainerhosen oder ausschliesslich mit diesen hübschen Glitzerkleidchen? 
Fürs Training trägt man ein Hüfttuch mit Münzen. Es klappert und klingt beim Bewegen so schön, ausserdem glitzern die Pailletten. Dazu Leggins und ein bequemes Top. Das Hüfttuch wird auf der Hüfte gebunden, es hat durch die Münzen ein gewisses Gewicht, und sorgt dafür, dass man die Verbindung zum Boden halten kann. Das ist wichtig.

Was gefällt dir am meisten an deinem Beruf?
Wenn ich tanzen kann, bin ich ganz bei mir. Und dass es mir auch noch liegt, meine Leidenschaft zu vermitteln, ist natürlich wunderbar. Nur weil man etwas sehr gut kann und es leidenschaftlich gerne macht, heisst es noch lange nicht, dass man auch eine gute Lehrerin ist.

Welches Mikro, Institution, Angebot möchtest du der Lina Fuchs-Gemeinschaft ans Herz legen?
In Winterthur gibt’s ein Orientalisches Restaurant, das Fata Morgana. Jeden Samstag treten Bauchtänzerinnen auf. Der Besitzer achtet sehr auf darauf, dass diese gut ausgebildet sind. Das Fata Morgana hat nicht umsonst so einen guten Ruf. Also einfach mal hingehen und geniessen!

 
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Unterbrüglenweg 2 
6340 Baar

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