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Lina Fuchs im Gespräch mit Christian Wild von der Kampfkunstschule  «Sun Long Meng» 

Ich habe zwei Leben.
Seit ich neun bin, betreibe ich Kampfkunst aus Leidenschaft. Meiner Mutter habe ich mal gesagt, dass ich dafür nach China gehen werde. Anfang zwanzig habe ich dies in die Tat umgesetzt und bin für drei Jahre nach China gereist, um dort chinesische Kampfkunst zu studieren. Seit 15 Jahren leite ich nun meine eigene Kampfkunstschule «Sun Long Meng» in Muri.
Beruflich leite ich zusammen mit meiner Schwester unser Familienunternehmen Robert Wild AG. Wir stehen oft unter grossem Druck und im Sport finde ich dann den Ausgleich.
Das eine geht für mich ohne das andere nicht.  

Kannst du chinesisch? 

Ja, ich spreche chinesisch und konnte es sogar mal schreiben...
Vor zwanzig Jahren, während meiner Studienzeit in China erschienen mir die Leute noch viel ausgeglichener und in sich gekehrter. Jung und Alt traf sich in den Parks, um Tai Chi zu machen. Vor sieben Jahren war ich dann nochmals da und habe festgestellt, dass sich die chinesische Gesellschaft unserer westlichen angenähert hat. Es ist alles viel hektischer geworden. Das Streben nach Macht, Reichtum hatte einen grösseren Stellenwert bekommen. Das fand ich schade. 

Was haben deine beiden Standbeine gemeinsam? 

In beiden Lebensbereichen werde ich täglich mit Führungsfragen konfrontiert. Meine Kampfkunstschule «Sun Long Meng» führe ich nun seit 15 Jahren. In dieser Zeit habe ich mit sehr vielen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen trainiert. Das war eine Lebensschulung und hat meine Menschenkenntnis und meine Intuition enorm geschult.  

Als du deine Schule eröffnet hast, warst du etwa 25 Jahre alt. Wie verschafft man sich als so junger Schulleiter vor seinen Schülern Respekt? 

Das ist tatsächlich eine berechtigte Frage. Wenn man herausgefordert wird, macht man das wohl mit einem raschen Move... 

Und was ist so ein «Move»? 

Ich zeige kurz mein Können und lege einen auf den Rücken. Dann ist Ruhe und man hat den Respekt auf sicher. Heute mit vierzig ist das nicht mehr nötig.
Ich lege grundsätzlich Wert darauf, dass man in meiner Schule auch untereinander einen respektvollen Umgang pflegt, ohne es auf die Spitze zu treiben. Manche Lehrer fordern von ihren Schülern übertriebene Respektsbezeugungen mit Grüssen und Strammstehen ein. Das geht mir zu weit. Einfach ein natürlicher, anständiger Umgang miteinander, das verlange ich. 

Wie bist du auf den Namen der Schule gekommen: Sun Long Meng? 

«Sun» bedeutet «Falke». Dieser Raubvogel ist europäischer Herkunft und zeichnet sich aus durch seine hohe Geschwindigkeit, die er im Anflug auf eine Beute entwickeln kann.
«Long» steht für «Drache», ein Wesen, das in der chinesischen Fabelwelt beheimatet ist. Ich bin in diesem Sternzeichen geboren.
«Meng»heisst Verbindung.  

Kannst du den Begriff «Kung Fu» erläutern?  

Der richtige Überbegriff wäre «Wu Shu», was Kampfkunst oder Kriegskunst bedeutet. Kunst darum, weil es beim « Wu Shu» nicht einfach nur ums blosse Kämpfen geht, sondern man eine Einheit zwischen Meditation, Energiearbeit und Kultur schaffen will. Allein unter dem Begriff «Wu Shu» unterscheidet man über 400 verschiedene Stilrichtungen.
Ich betreibe Sanda. Allerdings habe ich nie an Turnieren gekämpft. Die Vorbereitung auf ein Turnier erfordert viel Zeit. Oft treten an Turnieren dann auch Leute im Ring an, welche die Technik nicht richtig beherrschen. Das Verletzungsrisiko war mir einfach immer zu hoch. Zeitaufwand und Verletzungsrisiko liessen sich nicht mit meinem Arbeitsalltag vereinbaren.
Ich war aber oft Sparrings-Partner. Auch dabei muss man einiges einstecken können. 

Du trittst mit dem Löwentanz auf... 

Ja, auch das mache ich zusammen mit meinem Trainingspartner seit vielen Jahren. Der Löwentanz enthält viele akrobatische Elemente und erfordert grosse Konzentration, Kraft und Koordination. Mein Trainingspartner und ich haben viel Zeit ins Training investiert. In manchen Jahren hatten wir über zwanzig  Auftritte. Heute können wir es dank unserer Routine etwas langsamer angehen lassen. 

Was hat denn ein Löwe in China zu suchen?  

In China wird bei praktisch jedem gesellschaftlichen Ereignis der Löwentanz aufgeführt. Er hat eine über 2500 Jahre alte Geschichte. Eine Legende besagt, dass ein Ungeheuer immer wieder die bestellten Felder der Bauern einer Provinz heimgesucht hat. Um dieses zu vertreiben, hätten sie ein Fabelwesen, eben einen Löwen, gebaut und seien damit unter lautem Getrommel und mit Musik aufgefahren und hätten damit das Ungeheuer verscheucht. 

Wie gehst du mit Widerständen im Alltag um?  

Dinge, die mir so richtig stinken, schiebe ich gerne auf bis ich sie dann wirklich erledigen muss. Ich verliere sie jedoch nie aus den Augen. Aber aufschieben... ja, das tu ich.Vor einiger Zeit habe ich mich tatsächlich mal ernsthaft verletzt und musste einige Zeit an Stöcken gehen. Kurzzeitig hat mir das ziemlich aufs Gemüt geschlagen. Ich brauche den Sport für meinen Ausgleich. Er ist mein Lebenselixier. Nun achte ich darauf, alles etwas achtsamer anzugehen, damit ich noch möglichst lange sportlich unterwegs sein kann. Aus Widerstand lässt sich immer eine Entwicklung ableiten. Widerstand ist Energie. 

Hast du Optimierungsvorschläge ans Universum? 

Die Geschichte mit dem Altern könnte überdacht werden. Seelisch und geistig zu altern ist eine Bereicherung. Aber körperlich zu altern, diese Vorstellung macht mich nachdenklich. Früher ging der Spagat dauernd und überall, heute muss ich mich aufwärmen. Mit dreissig war ich richtig fit. Am liebsten möchte ich den Alterungsprozess bei dreissig stoppen... 

Andrea Wey für Lina Fuchs, im Oktober 2017


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